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PARKMUSIK Neue Ho(e)rizonte '08

Olivier Messiaen ? (M)eine persönliche Begegnung

Das Festival PARKMUSIK Neue Ho(e)rizonte 08 der Sängerin und Musikkünstlerin Sigune von Osten stand ganz im Zeichen des Messiaen-Jahres anlässlich des einhundertsten Geburtstages des Komponisten:

Es war eine ganz persönliche Hommage: Sigune von Osten hat die letzten Jahre seines Lebens mit Olivier Messiaen und seiner Frau, der Pianistin Yvonne Loriod, zusammengearbeitet und Konzerte gesungen. Sie hat seine Vokalwerke in alle Welt getragen und Festivals mit seiner Musik initiiert. Mit "La voix qui transcende Messiaen" (Die Stimme, die Messiaen transzendiert) wurde ihr Beitrag Anfang 2008 in Paris im bei Edition Séguier erschienenen Buch "Messiaen - l'empreinte d'un géant" (Messiaen - Abdruck eines Riesen) betitelt. Die Zusammenarbeit zwischen der jungen deutschen Sängerin und dem betagten französischen Komponisten war ein besonderer Glücksfall: Er hatte lange vor ihrer Zeit ein Werk geschrieben (Harawi), das an Vielfalt der vokalen Klänge und Einflüssen außereuropäischer Musik einmalig ist. Sie verfügte über die reichen, ungewöhnlichen Ausdrucksskalen zeitgenössischer Vokaltechniken, kam aus der zeitgenössischen Musik und brachte neue Möglichkeiten des vokalen Ausdrucks ein. Was aus der gemeinsamen Arbeit entstand beschrieb Messiaen mit den Worten: "Der für die Interpretin höchst anspruchsvolle Gesangszyklus hat dank Sigune von Osten neue Dimensionen des Ausdrucks erhalten. Es war ein Wunder. Ihre Metamorphose meines Werkes hat alle meine Erwartungen übertroffen und allen vorausgegangenen Interpretationen außergewöhnlich kreative Momente hinzugefügt." (Pravda / Bratislava 1987).

Programm:
Musik von Messiaen, Jolivet, Stockhausen, Boulez, Xenakis, Gaussin, Rolin, etc.
Lyrik von Cécile Sauvage und Paul Eluard, Tagebucheintragungen von Messiaen
Indische Perkussion und Melodien aus Cusco

Interpreten:
Kammerchor anima mundi, Leitung Roland Techet   Armin Fuchs, Klavier
Thomas Bloch, Glasharmonika / Ondes Martenot   Ib Hausmann, Klarinette
Ramesh Shotham, indische Percussion   Enriqze Pilco Paz, Violine / David Vera Flores Gitarre
Sigune von Osten, Sopran / audiovisuelle Performance / Lesung / Konzept / Regie

Medienberichte


"Das Festival startete gestern Abend mit - man muss es schon sagen - einer kleinen Sensation: Es war eine Weltpremiere, es gab eine audiovisuelle Präsentation über Olivier Messiaen und darin hat Sigune von Osten erstmals überhaupt Tonmaterial aus gemeinsamen Proben vorgestellt"...

SWR2 Kultur / Journal am Morgen (MP3)

"Die zwölfte PARKMUSIK Neue Ho(e)rizonte war Oliiver Messiaen gewidmet. Sie gipfelte in der Aufführung seines "Harawi", seines Sanges von Liebe und Tod, den Sigune von Osten mit ihm selbst und seiner Frau Yvonne Loriod intensiv gearbeitet hat.
In geradezu genialer Weise hatte Sigune von Osten den Gästen auf ihrem Wohnsitz einmal wieder einen der größten Komponisten des 20. Jahrhunderts nahegebracht: Seine Rhythmen, seine Farben und, das wurde hier in allen Facetten spürbar, seine von tiefer Religiosität getragene Liebe."

Allgemeine Zeitung / Feuilleton

"Wo einst fromme Frauen, sogenannte Beginen, wandelten, um in unberührter Natur der Schöpfung nahe zu sein, öffnete Sopranistin und Sängerin Sigune von Osten am Wochenende zum zwölften Mal mit dem Festival PARKMUSIK Neue Ho(e)rizonte. Die Mystik, die den Trombacher Hof umgibt, hat durch die Scheinwerfereffekte neue Dimensionen erhalten.
Im Mittelpunkt des zweitägigen Festivals standen Tonschöpfungen von Olivier Messiaen. Von ihrer Begegnung mit ihm berichtete Sigune von Osten zu seinem 100. Geburtstag in einer audiovisuellen Erzählung. Klar, dass sie auch Kostproben seines Werkes mit Stücken wie Sourire gab und am Samstagabend seinen anspruchsvollen Zyklus Harawi in Klavierbegleitung von Armin Fuchs stimmgewaltig und dennoch feinfühlig sang.
Die Zuhörer spürten schon bei der Kostprobe am Freitagabend in dem stark von der Natur und einem tiefen Glauben beeinflussten Stück das Säuseln des Windes in den Wipfeln der Bäume, das Spiel des Lichts und Schattens in einer Lichtung, das Murmeln des Bachs und die Geräusche der Nacht. Töne, die im intakten Ambiente des Trombacher Hofs, in der Auenlandschaft mit hohen Wiesen, dem bewaldeten Felsen und dem Plätschern des Trombachs in Harmonie zur Einheit werden."

Öffentlicher Anzeiger

Besucherstimmen

Es war so wunderbar nach dieser fantastischen Choreografie des gesamten Wochenendes nachts um 23.00 Uhr an dem Aue-Fluss entlang zu wandern, einen heißen Tee zu bekommen und dann in diesen Märchenwald einzutreten, der alle Jahreszeiten in allen Farben, inklusive Wintereises, klirrende Kälte vereinigte. Es war schön zum Abschluss noch einmal so liebevoll zum Auto geleitet zu werden und es hat jedem gezeigt, mit welcher Freude du dieses Fest vorbereitet und durchgeführt hast.
... Wie kann man Musiker so wunderbar in eine Wiese drapieren und dann noch derartig schöne Musik hören? Es war ja wie ein Traum. Diese betörend wunderschöne Musik mit diesen wirklich schönen Menschen und der Klang ihrer Instrumente, von allen ganz hervorragend gespielt haben dies zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht. Gekrönt natürlich von deinem Konzert, das wahrscheinlich uns allen so tief hineingegangen ist, weil wir durch diesen Nachmittag so schön vorbereitet waren und wir damit für diese Musik - für mich jedenfalls - eine ganz besondere Aufnahmefähigkeit entwickelt hatten.
Dass alle Musikbeiträge hervorragend waren, dass der Glaszylinder, das Onde Martenot uns hingerissen haben, ist selbstverständlich
H.und D.P., Besucher / Mail 25.08.08

Was für eine wunderbare Parkmusik! Es gelingt Dir jedes Mal aufs Neue, uns ganz in den Bann zu ziehen, sei es durch die Eindrücke in der Aue, die Interpreten mit nie gesehenen Instrumenten, Deine eigene fantastische Interpretation von Harawi in voller Länge, diese traumhafte Illumination entlang der Trombach, dazu. Diese Mischung aus all dem, inklusive der Gemeinschaft der Besucher, haben die beiden Abende für uns ein weiteres Mal zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Hierfür tausend Dank! Ob im Zementstaub, auf der grünen Aue oder im alten Gemäuer, die Zuschauer und die Räume sind und bleiben ganz erfüllt von der Inszenierung Deiner Ideen.
C. und M.J., Besucher / Mail 24.08.08

Es war wirklich ein feines  "Festival der anderen Musik", die Parkmusik vom vergangenen Wochenende. Wieder einmal ein Erlebnis fürs Ohr und die Augen. Der Spaziergang über den Zauberpfad war eine köstliche Zugabe bei allen Delikatessen.
W.D., Fotograf / Mail 25.08

Es war wieder ein so schönes Fest im sich langsam verabschiedenden Sommer bei Ihnen und mit Ihnen.
Ich danke Ihnen für diese Stunden der vollkommenen Harmonie zwischen der Natur, der Kunst und dem Leben.
H.H., Besucher / Brief 31.08.08

Noch leuchten die Bilder in unserer Erinnerung und klingt die Musik. Nur mit lyrischen Worten wird man dem Ereignis gerecht, das einen so mit allen Sinnen gelockt hat. Wo hat man das schon erlebt, dass die Musik aus einem Blumenmeer herüber klingt? Aber auch Deine eigenen Gesänge waren wunderbar berührend.
I.v.K., Besucherin / Brief 31.08.08

Auch ich fand es wunderbar, in der herrlichen Aue zu spielen, die interessierten Leute, die Atmosphäre ....und alle Konzerte hatten so etwas ganz spezielles.

... das ist schon ein ganz besonderer Ort.
I.H., Mitwirkender / Mail 14.09.08

Medienberichte:
SWR 2 Kultur / nmzmedia / Allgemeine Zeitung / Rhein-Main Presse 
Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach   Rhein-Zeitung / Kultur   Rhein-Hunsrück-Zeitung

ART POINT
FREUNDE DES TROMBACHER HOFES e.V.

Förderung:
Kultursommer Rheinland-Pfalz    Hanna und Dieter Paulmann   ?kodaAuto Deutschland GmbH   
Raabdruck Lindemann GmbH und Co. KG

Fotos: Werner Dupuis / Peter Nicolay