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PARKMUSIK '05 "Neue Ho(e)rizonte"

Ein Sturmgeheul auf dem Akkordeon
Zwischen Bruchsteinscheune und klingendem Tal: Sigune von Ostens neuntes PARKMUSIK-Festival "Balladen-Kulisse, Grimms-Märchen-Idyll. ...
Zum Auftakt der PARKMUSIK lockt denn auch ein geheimnisvolles Klingen und Bimmeln die Besucher auf einen gemähten Weg zwischen kinnhoher Schafgarbe und Goldrute. Die Gastgeberin hat zwölf Spieluhren, die der Komponist Karlheinz Stockhausen in den 60er Jahren den Tierkreiszeichen von Wassermann bis Steinbock beigegeben hat, zusammengetragen und auf schmalen, weißen Podesten unter Eiche, Akazie und im freien Feld zu einem musikalischen Sternzeichen-Klangweg durchs Tal zusammengeschoben.
...Der Zusammenklang mit dem Rauschen des Trombachs ist von so vollkommener Harmonie, dass der Besucher sich der Verführung zum Vergessen des Alltags nur zu willig hingibt....."

Festivalorganisatorin Sigune von Osten selber widmet sich drei Schillerschen Frauengestalten, zerlegt zu den schnarrenden Klängen einer indischen Tambura Verdis Vertonung der Elisabeth-Klage aus dem Don Carlos in einem brüchigen Sprechgesang, funktioniert in Robert Schumanns Arie der Maria Stuart die zum Begleitinstrument ausersehene Zither mit einem Stab zum Schlaginstrument um und trägt das Lied der Amalia aus den Räubern zu den mal gezupften, mal gestrichenen, aber stets fremdartigen Klängen einer marokkanischen Geige vor. Ein Dreisprung in die Zerrissenheit, den manchmal unnahbar wirkenden Schiller-Figuren wird eine Kreatürlichkeit gegeben, die der Autor unter Rhetorik begraben hat.
Eingebettet ist das in die spannenden Exerzitien Frank Thomés an Schlagzeug und Marimbaphon und die Klangwunder, die die polnischen Akkordeon-Virtuosen des motion trio ihren Instrumenten entlocken.... Ganze Geschichten aus Klang entstehen so, mit einer Hingabe gespielt und einer Wehmut und Melancholie untermischt, dass es dem Zuhörer die Tränen in die Augen treibt.

Und wenn man dann in die sternenklare Nacht hinaustritt und einen neugierigen Blick zurück ins Tal wirft, macht man dort den nunmehr in magisch buntes Licht getauchten Baum-Parcours aus und dazu nochmals das Klingen aller Stockhausenschen Spieluhren gleichzeitig. Ein Gruß wie aus dem Märchen. Grandios."
Allgemeine Zeitung Mainz / Feuilleton  Weitere Zeitungsartikel sprachen von
"Die Natur selbst scheint zu lauschen" Sigune von Osten, Leiterin des Avantgardefestivals PARKMUSIK rollt Kabel und sucht Klangpfade"

Allgemeine Zeitung Mainz, Seite 2

"Klangwanderer auf den Spuren Stockhausens. In der Trombachaue nähern sich PARKMUSIK-Teilnehmer auf sinnliche Art dem Notenmaterial des Komponisten"
Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach

"Leise Töne inmitten der Natur ... Klangwanderung zwischen Stockhausen-Spieluhren und Vogelzwischern"
Öffentlicher Anzeiger

PARKMUSIK 05 "Neue Ho(e)rizonte"  Trombacher Hof

In der Aue
Naturklänge bei Tag und Nacht   Neue Musik auf Spieluhren   Publikumsmusik  

In der ehemaligen Kapelle
Akkordeongewitter  Vokale Szenen  Schlagwerkklänge  

Ausstellung im Hof
"Büchsen der Pandora"
Privatsammlung   motion trio, Akkordeons 
Sigune von Osten, Stimme / Instrumente / Gesamtgestaltung
Frank Thomé, Schlagwerk  Olsen Röhl, Licht  Daniel Jäger, Ton

 

ART POINT   FREUNDE DES TROMBACHER HOFES e.V.